Toto-Pokal: Löwen stehen nach 5:0 über Berglern in der 2. Runde.

Die Löwen stehen in der 2. Runde des Toto-Pokals 2026/2027, taten sich aber gegen den SV Eintracht Berglern beim 5:0-Erfolg lange schwer. Florian Niederlechner hatte bereits in der 9. Minute die Führung erzielt, die Raphael Wach mit dem Halbzeitpfiff ausbaute (45.+1). Loris Husic (67.) und zweimal der eingewechselte Arian Ortivero Calderon (77.  und 79.) sorgten für den Endstand.

Personal: Von den Neuzugängen der letzten Tage stand überraschend bereits Florian Niederlechner in der Startelf, der auch gleich die Kapitänsbinde trug. Vitus Eicher war als gebürtiger Erdinger zwar mit dabei, aber nicht im Kader. Auch Tunay Deniz war nach Berglern gekommen. Leider konnten den ersten Pflichtspiel-Auftritt der ersten Mannschaft der Löwen aus Kapazitätsgründen nur 1.500 Zuschauer beiwohnen. Die Erstrunden-Partie im Toto-Pokal war von dem Kreisklassisten SV Eintracht Berglern bestens organisiert.  

Spielbericht: Die Amateure versteckten sich zu Spielbeginn keineswegs, spielten forsch nach vorne und kamen einige Male in den 1860-Strafraum. Mit dem ersten gelungenen Angriff erzielten die Löwen die Führung. Raphael Wach hatte mit einem Pass auf Emre Erdogan die Seite gewechselt, der passte fast von der Grundlinie scharf nach innen, wo der herangesprintete Florian Niederlechner die Hereingabe aus kurzer Distanz über die Linie zum 1:0 grätschte (9.). Eine Hereingabe von rechts durch Julian Bell nahm Erdogan mit vollem Risiko direkt, setzte die Kugel aber weit über das Tor (13.). Einen 20-Meter-Schuss von Mustafa Tekin aus der Drehung aufs untere rechte Eck parierte Torhüter Florian Ganslmeier mit einem Reflex (18.). Auf der anderen Seite musste auch Paul Bachmann seine Klasse unter Beweis stellen bei einem 25-Meter-Freistoß von Michael Faltermeier aus halblinker Position (20.). Was für eine Parade von Ganslmeier in der 32. Minute: Loris Husic hatte von links in den Rückraum gepasst, Benedikt Hoppe nahm den Ball an der Strafraumkante direkt, doch der Eintracht-Keeper machte sich immer länger, kratzte die Kugel aus dem rechten Kreuzeck (32.). Dafür gab es Szenenapplaus auch von den Löwen-Fans! Nach einem Schubser an Erdogan im Strafraum forderten die Sechzger-Fans Elfmeter, doch Schiedsrichter Raphael Salzberger ließ weiterspielen (36.). Ein 24-Meter-Schuss von Tekin ging nur knapp übers linke Kreuzeck (40.). Auch ein Schuss von Cristian Leone von der Strafraumkante, der zu zentral kam, konnte Ganslmeier nicht bezwingen (42.). Aber in dieser Phase merkte man immer mehr, dass die Gastgeber sich kaum noch vom Druck der Sechzger befreien konnten. In der Nachspielzeit der 1. Halbzeit erhöhte Wach mit einem Freistoß. Halbrechts aus 24 Metern wuchtete er das Spielgerät ins obere linke Eck zum 2:0 (45.+1). Direkt danach war Pause.

Wieder war es in der 51. Minute Ganslmeier, der den dritten Sechzger-Treffer verhinderte. Nach Zuspiel von Husic hatte Erdogan an der linken Strafraumkante aufs lange Eck gezielt, einmal mehr machte sich der Keeper lang, konnte den Schuss parieren. Gleich dreimal wechselte Löwen-Coach Alper Kayabunar nach einer Stunde. Tekin verfehlte in der 64. Minute mit einem 16-Meter-Schuss das Ziel nur um Haaresbreite. Der erste Fehler von Ganslmeier führte zum 3:0. Einen flach geschossenen Freistoß von Lance Fiedler aus dem Halbfeld ließ der Schlussmann nach vorne abprallen, Husic schaltete am schnellsten, lupfte den Ball über den am Boden liegenden Keeper ins Tor (67.). In der 77. Minute die nächste Szene, wo Ganslmeier eine unglückliche Figur machte. Eine Hereingabe von links durch Husic konnte er ebenfalls nicht festhalten, Arian Ortivero Calderon bedankte sich, erzielte aus kurzer Distanz das 4:0 (77.). Er war auch zwei Minuten später der Torschütze, als er eine Flanke mit dem Hinterkopf zum 5:0 ins lange Eck verlängerte (79.). In der Schlussphase hatten die Sechzger noch einige Chancen, ein Treffer wollte aber nicht mehr gelingen. Somit stand am Ende im ersten Pflichtspiel ein Sieg ohne Gegentreffer.

„Wichtig war heute, einfach weiterzukommen. Sicherlich war es nicht das beste Spiel von uns“, sprach Löwen-Trainer Alper Kayabunar Klartext. „Man hat gemerkt, dass wir die letzten Tage viel gearbeitet haben. Wir haben in sechs Tagen drei Spiele absolviert. Das Weiterkommen ist das Einzige, was heute zählt.“ Nach der frühen Führung durch Florian Niederlechner hatte der 40-Jährige gedacht, „dass es so weitergeht.“ Mit der Leistung des Routiniers zeigte er sich zufrieden. „Flo hat einen guten Einstieg gemacht, gleich ein Tor erzielt. Das hat sich gut angefühlt, auch wie er bisher trainiert hat.“

Auch wenn sich sein Team schwergetan hatte, bescheinigte er den Jungs, dass sie alles reingehauen hätten. Er hofft jetzt neben Niederlechner auf Felix Weber und Tunay Deniz. „Sie können die jungen Spieler mit ihrer Erfahrung auf dem Platz leiten. Das ist wichtig für die Gruppe.“ Deniz sei nach überstandener Verletzung bereits ins Training teilintegriert. „Er macht es ganz gut, aber wir müssen schauen, sind immer in Absprache mit der medizinischen Abteilung. Aber gegen Schweinfurt ist wahrscheinlich noch zu früh!“

STENOGRAMM, Toto-Pokal, 1. Runde, 21.07.2026, 18.30 Uhr

SV Eintracht Berglern – TSV 1860 München 0:5 (0:2)

SEB: 1 Ganslmeier (Tor) – 2 Buchner, 4 Taubmann, 13 Falthauser, 12 Scheckenhofer, 9 Erhard – 6 Herrmann, 8 Wastian, 10 Faltermaier – 7 Hemauer, 14 Schmid.
Ersatz: 21 Fischer (Tor) – 3 Meier, 11 Steck, 15 Gerbl, 16 Geier, 17 König, 18 Lintsche, 19 Frömmel, 20 Poldinger.

1860: 1 Bachmann (Tor) – 4 Bell, 22 Faßmann, 6 Hoppe, 16 Fiedler – 21 Tekin, 5 Wach – 15 Husic – 20 Leone, 7 Niederlechner, 19 Erdogan.
Ersatz: 25 Musa (Tor) – 2 Porta, 8 Schurz, 9 Gosalci, 10 Krasniqi, 11 Moumou, 13 Grancay, 14 Ortivero Calderon, 18 Pereira de Azambuja.

Wechsel: Meier für Faltermeier (63.), Poldinger für Scheckenhofer (67.), Frömmel für Herrmann (72.), Gerbl für Erhard (86.), Steck für Buchner (89.) – Ortivero Calderon für Niederlechner (61.), Krasniqi für Bell (61.), Moumou für Erdogan (61.), Grancay für Tekin (71.), Gosalci für Leone (80.).

Tore: 0:1 Niederlechner (9.), 0:2 Wach (45.+1), 0:3 Husic (67.), 0:4 Ortivero Calderon (77.), 0:5 Ortivero Calderon (79.).
Gelbe Karte: Falthauser –.
Zuschauer: 1.500 Sportanlage Berglern (ausverkauft).
Schiedsrichter: Raphael Salzberger (Mühldorf); Assistenten: Xaver Fabisch (Seehausen), Hirad Aurahman (Puchheim).


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