1860-Padel im Interview bei sechzger.de

Spartenleiter Moritz von 1860-Padel war zu Gast im Interview bei sechzger.de und sprach über die Entstehung der neuen Sparte, das große Interesse am Padel-Sport und die sportlichen Ziele für die Zukunft.



Padel bei den Löwen – Mit dem Löwen auf der Brust und dem Schläger in der Hand

Seit Juni gibt es beim TSV 1860 München eine Padel-Sparte – und die erfreut sich bereits großer Beliebtheit. Rund 70 Mitglieder haben sich innerhalb von nur vier Monaten angeschlossen. Doch was steckt eigentlich hinter der Sportart, die allgemein gerade ziemlich boomt, wie kam sie zu den Löwen und was haben die Gründer noch vor? Wir haben mit Moritz, einem der beiden Initiatoren, über die Entstehung, die Herausforderungen und die Ambitionen der Sparte Padel bei den Löwen gesprochen.

„Tennis mit Wänden“? Was ist Padel?

sechzger.de:
Servus Moritz! Bevor wir über die neue Sparte bei Sechzig sprechen, müssen wir vielleicht erst einmal eine grundlegende Frage klären: Was ist Padel überhaupt?

Moritz:
Padel ist, vereinfacht gesagt, Tennis mit Wänden bzw. Glasscheiben rund um das Spielfeld, die ähnlich wie beim Squash in das Spiel mit einbezogen werden. Das Besondere daran ist, dass man immer im Doppel spielt, also zu viert auf dem Platz steht. Das macht aus meiner Sicht einen großen Teil des Reizes aus, weil man gemeinsam als Team unterwegs ist.

Außerdem ist Padel eine Sportart, bei der man unglaublich schnell Fortschritte macht. Selbst wenn man erst paar Mal gespielt hat, kann man häufig schon mit Leuten mithalten, die deutlich länger dabei sind. Man braucht also nicht jahrelange Erfahrung, um Spaß zu haben und vernünftige Ballwechsel hinzubekommen.

Padel erlebt weltweit gerade einen riesigen Boom und gehört in vielen Ländern zu den am schnellsten wachsenden Sportarten. In Spanien ist Padel beispielsweise längst im Breitensport angekommen. Auch in Deutschland hat die Entwicklung in den vergangenen drei bis fünf Jahren deutlich an Fahrt aufgenommen.

sechzger.de:
Wie bist Du denn selbst zum Padel gekommen? Und wie entstand daraus die Idee, den Sport auch bei Sechzig anzubieten?

Moritz:
Ich spiele selbst seit ungefähr drei bis vier Jahren Padel und bin damals eher zufällig dazu gekommen. Ich habe einen Portugiesen kennengelernt, der regelmäßig gespielt hat und mich einfach mal mitgenommen hat. Seitdem bin ich ziemlich begeistert von dem Sport.

Die Idee, Padel auch bei Sechzig anzubieten, entstand dann im vergangenen Winter. Wir waren eine Gruppe von ungefähr zehn Löwen, die ohnehin regelmäßig zusammen gespielt haben.

Gleichzeitig haben wir gesehen, dass sich beim TSV 1860 in den vergangenen Jahren einiges bewegt hat und mit Running oder Radsport neue Abteilungen entstanden sind, die einen wahnsinnigen Zulauf an Mitgliedern erlebt haben. Da haben Marius und ich uns gedacht: Warum eigentlich nicht auch Padel?

Im Frühjahr sind wir dann auf das Vereinsmanagement zugegangen und haben unsere Idee vorgestellt. Dort haben wir von Anfang an unglaublich viel Unterstützung bekommen. Das ging alles erstaunlich schnell, sodass wir bereits im Juni offiziell als Sparte starten konnten.

sechzger.de:
Und offenbar habt Ihr damit einen Nerv getroffen. Nach gerade einmal vier Monaten zählt Ihr bereits rund 70 Mitglieder. Hättet Ihr mit so einem Zuspruch gerechnet?

Moritz:
Dass das Interesse so groß sein würde, hätten wir natürlich gehofft, aber die Entwicklung ist schon beeindruckend. Wir haben inzwischen über 70 feste Mitglieder und weiterhin einen enormen Zulauf.

Was uns dabei besonders freut, ist die Vielfalt innerhalb unserer Gruppe. Wir haben Spielerinnen und Spieler mit ganz unterschiedlichen Vorkenntnissen, Erfahrungen und Hintergründen. Vom Anfänger bis zum ambitionierten Spieler ist eigentlich alles vertreten.

In dieser kurzen Zeit ist eine richtig tolle Gemeinschaft entstanden. Viele verabreden sich mittlerweile auch außerhalb unserer offiziellen Termine zum Spielen. Genau das macht für mich einen Verein aus: Es geht eben nicht nur darum, gemeinsam Sport zu treiben, sondern auch darum, Menschen zusammenzubringen.

Der Weg von der Idee zur Abteilung

sechzger.de:
Momentan seid Ihr organisatorisch noch beim Radsport angesiedelt. Wie wird aus einer solchen Sparte eigentlich eine eigenständige Abteilung?

Moritz:
Da muss ich tatsächlich ein bisschen lachen, denn es ist deutlich mehr Arbeit, als wir ursprünglich gedacht hatten! Ein Verein bringt natürlich gewisse Strukturen, Verpflichtungen und organisatorische Anforderungen mit sich. Wir mussten zunächst einmal dafür sorgen, dass der Spielbetrieb überhaupt funktioniert und die notwendigen Strukturen geschaffen werden.

Gerade beim Padel ist die Platzsituation eine große Herausforderung. Wir haben deshalb viele Gespräche mit verschiedenen Hallenbetreibern geführt, um entsprechende Spielmöglichkeiten zu organisieren. Mittlerweile haben wir eine feste Halle, das Padelon in Vaterstetten, und können darüber hinaus auch regelmäßig Termine im Münchner Stadtgebiet, dem Lucky Star in Moosach, anbieten.

Dazu kommt natürlich einiges an organisatorischer Arbeit im Hintergrund. Zum Glück werden wir dabei vom Vereinsmanagement wirklich tatkräftig unterstützt. Unser Plan ist, uns demnächst innerhalb des Vereins entsprechend vorzustellen und dann Anfang kommenden Jahres offiziell als eigenständige Abteilung an den Start zu gehen.

sechzger.de:
Du hast die Platzsituation bereits angesprochen. Ist das angesichts des schnellen Mitgliederwachstums momentan Eure größte Herausforderung?

Moritz:
Ja, definitiv. Dass wir so schnell wachsen, ist natürlich großartig, bringt aber auch Herausforderungen mit sich. Wir haben derzeit keine eigenen Padelplätze auf dem Trainingsgelände von 1860 und sind deshalb auf externe Anlagen angewiesen. Bei der großen Nachfrage ist es nicht immer einfach, ausreichend Plätze und Spielzeiten zu organisieren. Wir möchten natürlich möglichst vielen Mitgliedern die Gelegenheit geben, regelmäßig zu spielen. Dafür müssen wir unser Angebot entsprechend weiterentwickeln. Die Platzkapazitäten sind deshalb momentan eines unserer wichtigsten Themen.

sechzger.de:
Wie sieht Euer aktuelles Angebot denn konkret aus? Wann und wo können die Löwen zum Schläger greifen?

Moritz:
Wir haben mittlerweile ein regelmäßiges Programm und spielen montags, freitags und sonntags an verschiedenen Standorten. Dabei bieten wir sowohl freies Spielen als auch Trainingsstunden an. Außerdem veranstalten wir regelmäßig Turniere. Uns ist wichtig, dass möglichst alle bei uns auf ihre Kosten kommen, unabhängig davon, wie lange sie schon spielen oder wie ambitioniert sie den Sport betreiben möchten. Wer einfach regelmäßig mit anderen Löwen Padel spielen möchte, ist bei uns genauso willkommen wie jemand, der sich sportlich weiterentwickeln und vielleicht irgendwann im Mannschaftsbetrieb antreten möchte.

Mit dem Löwen auf der Brust: So geht es weiter

sechzger.de:
Stichwort Mannschaftsbetrieb: Was habt Ihr Euch für für die nahe Zukunft denn grob vorgenommen?

Moritz:
Wir haben tatsächlich schon ziemlich viele Ideen und zum Glück auch einige sehr engagierte Mitglieder, die uns bei der Umsetzung unterstützen. Unser größtes sportliches Ziel für das kommende Jahr ist ganz klar der Einstieg in den Mannschaftsbetrieb. Wir planen, mehrere Mannschaften beim Bayerischen Tennis-Verband anzumelden. Eventuell werden wir auch beim Deutschen Padelverband mit Mannschaften antreten.

Es wäre natürlich großartig, wenn wir künftig mit dem Löwen auf der Brust in den verschiedenen Ligen vertreten wären und für Sechzig Padel spielen könnten. Darüber hinaus möchten wir unser Trainingsangebot weiter ausbauen. Wir haben bereits gute Kontakte zu Trainern, und einige unserer Mitglieder absolvieren gerade selbst eine Trainerausbildung. So wollen wir langfristig für möglichst alle Spielstärken passende Trainingsmöglichkeiten schaffen.

Und ein weiteres Vorhaben kann ich vielleicht schon einmal verraten: Wir planen für das kommende Jahr auch ein Trainingslager. Die Idee ist, mit der Abteilung für ungefähr eine Woche in südlichere Gefilde zu reisen und dort gemeinsam zu trainieren und zu spielen.

sechzger.de:
Das klingt nach ziemlich ambitionierten Plänen! Kommen wir noch einmal zu denjenigen zurück, die Padel bislang vielleicht nur aus diesem Interview kennen. Wie kann man bei Euch einsteigen?

Moritz:
Grundsätzlich braucht man keine Vorerfahrung. Es ist natürlich hilfreich, wenn man schon ein paarmal gespielt hat und die grundlegenden Regeln kennt, bevor man bei unseren regulären Spielterminen mitmacht. Aber auch komplette Anfänger sind willkommen. Wir bieten regelmäßig Schnupperkurse und Probetrainings an, bei denen man den Sport erst einmal kennenlernen kann. Wer Interesse hat, kann sich einfach per E-Mail bei uns melden.

Um an unseren regulären Angeboten teilzunehmen, ist eine Mitgliedschaft in der Padel-Sparte notwendig. Wer bereits Mitglied im TSV 1860 München e.V. ist, kann sich unkompliziert über die Mitgliederverwaltung (Anm. d. Red.: regine.gruebel@tsv1860.org) für unsere Sparte anmelden.

sechzger.de:
Eine neue Abteilung aufzubauen, kostet sicherlich nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Wie können andere Löwen Euch dabei unterstützen?

Moritz:
Natürlich freuen wir uns immer über finanzielle Unterstützung. Zur kommenden Saison möchten wir beispielsweise mit eigenen Trikots an den Start gehen. Da gibt es sicherlich interessante Möglichkeiten für Sponsoren, die uns unterstützen möchten. Aber es muss gar nicht immer um Geld gehen. Wir sind grundsätzlich für jede Form der Unterstützung dankbar.

Ein ganz wichtiges Thema ist, wie bereits angesprochen, die Platzsituation. Falls jemand Kontakte zu Hallenbetreibern hat, Möglichkeiten für zusätzliche Spielflächen sieht oder uns in dieser Hinsicht irgendwie weiterhelfen kann, wäre das natürlich großartig.

Auch darüber hinaus freuen wir uns über Ideen, Kontakte und Menschen, die sich einbringen möchten. Wer uns unterstützen möchte, kann sich jederzeit bei uns melden.

sechzger.de:
Zum Abschluss noch eine Frage: Was würdest Du einem Löwen sagen, der jetzt neugierig geworden ist, aber noch nie einen Padelschläger in der Hand hatte?

Moritz:
Wer sich selbst ein Bild von der Sportart machen möchte, hat dazu am kommenden Wochenende Gelegenheit: Am Samstag, den 24. Oktober 2026, finden im Padelon München (Verdistraße 45, 85591 Vaterstetten) die 2. Giesinger Padelmeisterschaften statt.

Interessierte können hier natürlich gerne vorbeischauen, den Spielerinnen und Spielern über die Schulter schauen und einen ersten Eindruck davon gewinnen, was den Reiz dieser Sportart ausmacht. Und wer danach selbst zum Schläger greifen möchte, ist bei der Padel-Sparte des TSV 1860 München herzlich willkommen!

sechzger.de:
Wie kann man Euch denn am besten erreichen?

Moritz:
Unser Kontakt für weitere Informationen lautet ganz einfach padel@tsv1860.org!

sechzger.de:
Merci für's Gespräch, Moritz, und Euch noch weiterhin viel Glück und vor allem Erfolg mit der – hoffentlich bald – Abteilung Padel!

Moritz:
Danke Euch auch für die Möglichkeit, uns vorstellen zu können!


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