Für manche Menschen ist der Boxsport der Inbegriff von Brutalität und Verrohung. Wenn sie vom Boxen hören, denken sie in erster Linie an platte Nasen, Blumenkohlohren und aufgeplatzte Augenbrauen.

Diese Ansichten haben kaum etwas mit dem Amateurboxsport zu tun, wie er auch beim TSV 1860 betrieben wird.

Gewisse Verletzungsrisiken birgt so ziemlich jede Sportart, aber durch gewissenhafte Untersuchungen jedes aktiven Boxers vor dem Kampf ist das Risiko sich zu verletzen nicht grösser als bei anderen Sportarten. Zusätzlich wird durch den vorgeschriebenen Kopfschutz das Verletzungsrisiko weiter vermindert. Und letztendlich wird ein Kampf sofort abgebrochen, wenn einer der Kämpfer angeschlagen ist.

Zunächst hat der Anfänger mit alledem nicht viel zu tun. Bevor die “Neuen” das erste mal in den Sparring gehen dürfen werden Sie durch Laufen, Seil springen und Gymnastik erstmal richtig fit gemacht. Dann lernen sie die genauen Grundtechniken und üben diese beim Schattenboxen und am Sandsack. Erst wenn der Trainer den Eindruck gewinnt, dass ein Neuer fit genug ist, wird er ihn gegen einen anderen Anfänger im Übungsring in der Halle (Sparring) antreten lassen.

Dabei lernt der Neue seinen Gegner zu achten, mit ehrlichen Mitteln zu kämpfen, den Schwächeren zu schonen und gegebenenfalls auch ohne nachzutragen zu verlieren. Zu einem echten Wettkampf kommt jemand erst, wenn er durch eine ärztliche Untersuchung als boxtauglich anerkannt wird, mindestens sechs Monate Training nachweisen kann und dann stets nur gegen Gegner, die etwa den gleichen Ausbildungsstand besitzen.

Gerade für Jugendliche bietet das Boxtraining eine Möglichkeit Selbstsicherheit zu erlangen und sich auf faire Weise mit anderen zu messen. Dadurch ist das Boxen eine der besten Möglichkeiten zu verhindern, dass junge Menschen Ihre Aggressionen anderweitig abreagieren. Wer sich regelmäßig im Training und Wettkampf mit Anderen messen kann, hat es normalerweise nicht nötig, sich und seine Kraft auch auf der Straße zu beweisen.

Grundsätzlich ist Sparring und Wettkampf absolut freiwillig. Wer sich nicht fit genug fühlt sollte nicht in den Ring gehen.

Abgesehen von Sparring und Wettkampf ist das Boxtraining eine der besten Möglichkeiten sich fit zu halten und alle Muskelpartien gleichmäßig zu trainieren. Dabei werden sowohl Muskelkraft, als auch Kondition und Reaktionsvermögen ausgebildet.