Mitgliederversammlung 2021: Verwaltungsrat neu gewählt

Die ordentliche Mitgliederversammlung 2021 des TSV München von 1860 e.V. fand am Sonntag, 24. Oktober 2021, in der Kulturhalle Zenith nach Ausbruch der Corona-Pandemie erstmals wieder als Präsenzveranstaltung statt. Nach etwas mehr als viereinhalb Stunden waren die 15 Tagesordnungspunkte abgearbeitet und einige Gremien neu besetzt.

Die Versammlung wurde zünftig von der neuen Löwen-Blaskapelle um Dirigent Anton Hörger mit dem Sechzger-Marsch eröffnet. Danach richtete Präsident Robert Reisinger  das Wort an die Anwesenden Mitglieder, bedankte sich fürs Kommen. Da Daniel Bauer, der sonst die Versammlungsleitung übernommen hatte, kurzfristig verhindert war, übernahm der Präsident selbst die Leitung und erhielt dabei Unterstützung von Evert Koenes. Zum Protokollführer wurde Julian Reich bestellt. Auch die Protokolle der letzten beiden Mitgliederversammlungen 2019 und 2020 wurden genehmigt.

Ein bewegender Moment war wie immer die Totenehrung, unter anderem verstarben im letzten Jahr Ehrenpräsident Albrecht von Linde und Meisterspieler Peter Grosser. Mit einer Schweigeminute wurde allen verstorbenen Mitglieder gedacht.

Zum Ehrenmitglied ernannt wurde anschließend Anton Sontheimer, der bereits seit 46 Jahren in verschiedenen Positionen im TSV 1860 tätig ist. Der mittlerweile 75-Jährige hat z.B. den vereinseigenen Ordnungsdienst aufgebaut und war zusammen mit seiner Frau zwischenzeitlich Wirt des Löwenstüberls. Die Ehrennadel wurde Linus Straßer, Teilnehmer der olympischen Winterspiele im alpinen Skisport, verliehen.

In seinem Bericht bedankte sich Präsident Robert Reisinger für die Treue der Mitglieder. „Für viele Sportvereine waren die zurückliegenden endlos erscheinenden Monate der Einschränkungen während der Pandemie mit einem signifikanten Mitgliederrückgang verbunden.“ Ganz anders bei den Löwen. „Wir zählen aktuell 23.105 Mitglieder, sind im Zeitraum der Corona-Pandemie sogar gewachsen“, bedankte sich der 57-Jährige.

Das Mitgliederwachstum sei auch durch neue Abteilungen und Sparten gelungen, wie dem Fechtsport, der neuen Musiksparte unter dem Dach der Fußball-Abteilung, der Damen-Fußballmannschaft oder der Rückkehr des Volleyballs zum TSV 1860 in Kooperation mit dem TSV Unterhaching. Dazu kam neu auch das Angebot des Präzisionssports (Darts). „Hochachtung, dass sich auch die jungen Leute mit einer Abteilung engagieren.“ In diesem Zusammenhang lobte Reisinger Vereinsmanagerin Viola Oberländer und die Mitarbeiter der Geschäftsstelle, allen voran der Leiter Ekkehardt Krebs und Regine Grübel von der Mitgliederverwaltung, ebenfalls alle Abteilungsleiter für ihr ehrenamtliches Engagement.

Anschließend blickte Reisinger auf das Nachwuchsleistungszentrum „Die Bayerische JUNGLÖWEN“, erläuterte die Stellung als Gesellschafter der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA, sprach über die Neuordnung der Fanclub-Betreuung und über den Stand der Planungen der vereinseigenen Sporthalle. Zum Ende holte sich der Präsident dafür nochmals das Votum der Versammlung für den Hallenbau ein, der sich durch die gestiegenen Baukosten erheblich verteuern dürfte. Ursprünglich waren 13 Millionen Euro veranschlagt. Die überwältigende Mehrheit stimmte dem Projekt zu.

Schatzmeister Heinz Schmidt wartete mit positiven Zahlen für das Geschäftsjahr 2018/2019 und 2019/2020 auf. Bei einer Gesamtleistung inklusive Spenden kam er auf ein Volumen von 3.967.046 € und einen Jahresüberschuss in der Gewinn und Verlustrechnung von 434.135 € für 2018/2019. Im darauffolgenden Geschäftsjahr war es bei einer fast identischen Gesamtleistung von 3.962.226 € ein Jahresüberschuss in der Gewinn- und Verlustrechnung von 398.868 €.

Es folgten der Bericht des Verwaltungsrats, vorgetragen vom Vorsitzenden Sascha Königsberg, der Bericht der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA, vorgetragen vom kaufmännischen Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer. Dr. Peter Janka trug den Bericht der Kassenprüfer vor. Den Abschluss machte Vereinsmanagerin Viola Oberländer, die aus den Abteilungen berichtete. Die anschließende Aussprache war schnell abgehakt.

Danach übernahm Evert Koenes vom Wahlausschuss das Mikrofon, leitete die anstehenden Entlastungen, Wahlen und Abstimmungen. Es waren zu diesem Zeitpunkt 245 stimmberechtigte und elf nicht stimmberechtigte Mitglieder anwesend. Zunächst stand die Entlastung des Präsidiums, satzungsgemäß ohne den Schatzmeister für die Geschäftsjahre 2018/2019 und 2019/2020 an. Robert Reisinger und Hans Sitzberger wurden bei 224-Ja-Stimmen bei 21 Enthaltungen und ohne Gegenstimme entlastet. Auch bei Schatzmeister Heinz Schmidt wurde die Entlastung für beide Geschäftsjahre durchgeführt. Er erhielt 235-Ja-Stimmen bei zehn Enthaltungen.

Im Anschluss wurde der Verwaltungsrat mit Sascha Königsberg, Sebastian Seeböck, Robert von Bennigsen, Verena Dietl, Dr. Markus Drees, Christian Groß, Gerhard Mayer, Norbert Steppe und Nicolai Walch für beide Geschäftsjahre mit 227 Ja-Stimmen bei 18 Enthaltungen entlastet.

Der neue Verwaltungsrat (v. li.): Gerhard Mayer, Christian Groß, Dr. Markus Drees, Sascha Königsberg, Beatrix Zurek, Sebastian Seeböck, Robert von Bennigsen, Norbert Steppe und Nicolai Walch.

Danach stand die Wahl des Verwaltungsrats auf dem Programm. Zehn Kandidaten hatten sich mit Robert von Bennigsen, Dr. Markus Drees, Christian Groß, Sascha Königsberg, Gerhard Mayer, Sebastian Seeböck, Karl Sochurek, Norbert Steppe, Nicolai Walch und Beatrix Zurek zur Wahl gestellt. Die Abstimmung erfolgte geheim. Zukünftig gehören Sascha Königsberg (226 Stimmen), Sebastian Seeböck (218), Dr. Markus Drees (215), Christian Groß (214), Nicolai Walch (210), Beatrix Zurek (199), Robert von Bennigsen (175), Norbert Steppe (173) und Gerhard Mayer (166.) dem höchsten Vereinsgremium an. Nicht gereicht hat es für Karl Sochurek (33). Die Gewählten nahmen die Wahl an.

Für den Ehrenrat kandidierten Stephanie Dilba, Dr. Klaus Leipold, Dr. Nikolaus Schmitt-Walter und Oliver Zeitler. Dr. Klaus Leipold bekam 175, Stephanie Dilba 152 und Dr. Nikolaus Schmitt-Walter 147 Stimmen. Oliver Zeitler ist mit 78 Stimmen Nachrücker.

Zur Wahl der Kassenprüfer hatten sich mit Anton Bauer und Dr. Peter Janka nur zwei Kandidaten zur Verfügung gestellt, deswegen erfolgte die Wahl offen. Dr. Peter Janka bekam 245 Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen, Anton Bauer 180 Ja-Stimmen bei  67  Enthaltungen. Beide nahmen die Wahl an. Seniorenvertreter wurde Franz Josef Killer mit 228 Ja-Stimmen bei 19 Enthaltungen.

Anschließend wurden die satzungsändernden Anträge von Eduard Bauer und Peter Schaefer verhandelt. Bei dem Antrag von Eduard Bauer ging es um die Einräumung einer Online- oder Briefwahl für die Mitglieder, bei dem von Peter Schaefer eher um das Gegenteil. Sein Antrag sollte sichern, dass auch zukünftig die Mitgliederversammlung als Präsenzveranstaltung stattfindet und nur in Ausnahmen eine Online-Mitgliederversammlung möglich ist. Der Antrag von Eduard Bauer, der 75 Prozent der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder (248) benötigt hätte, bekam nur acht Ja-Stimmen bei 218 Nein-Stimmen und 22 Enthaltungen, die in diesem Falle ebenfalls den Nein-Stimmen zugeschlagen wurden. Der Antrag wurde also mit großer Mehrheit abgelehnt. Peter Schaefer zog anschließend seinen Antrag zurück.

Danach übernahm der Präsident die Leitung der Wahl von fünf Mitgliedern für den Wahlausschuss. Zur Wahl standen Arnold Geißler, Evert Koenes, Christian Poschet, Peter Schaefer, Reinhard Schmid und Veronika Seemann. Auch diese Abstimmung wurde geheim durchgeführt. Zu dem Zeitpunkt waren 251 stimmberechtigte Mitglieder anwesend. Zukünftig besteht der Wahlausschuss aus Evert Koenes (219 Stimmen), Christian Poschet (217), Veronika Seemann (210), Peter Schaefer (127) und Arnold Geißler (121). Nicht gereicht hat es Reinhard Schmid, der 83 Stimmen erhielt.

Bevor Präsident Robert Reisinger um 14.45 Uhr Uhr offiziell die Mitgliederversammlung 2021 beendete, bedankte er sich bei den Mitgliedern für „die Ruhe und das Sitzfleisch und für euren Einsatz für unseren Verein. Danke auch für das Vertrauen ins Präsidium“. Anschließend fand aus Kostengründen noch die Mitgliederversammlung der Fußballer im Zenith statt.

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