Seniorenausflug Bayerischer Wald im Mai 2019

Der Termin für den Ausflug in den Bayerischen Wald fiel etwas ungünstig auf den Muttertag. Daher konnten leider nicht so viele Löwinnen und Löwen für die Fahrt gewonnen werden.

Bei letztlich nur 14 Anmeldungen wurde dann kurzerhand für den Transport eine Alternative mit zwei Kleinbussen des Vereins gefunden. Vizepräsident Hans Sitzberger und Julia meldeten sich spontan als Fahrer und so stand der Fahrt nichts mehr im Weg. Karl Rauh hatte den Ausflug zusammen mit der Nationalparkverwaltung und dem Waldgeschichtlichen Museum akribisch vorbereitet.

Bei zehn Grad und strömendem Regen ging es dann um 8.15 Uhr vor dem Kino in der Cincinattistraße mit gut gelaunten und wetterfest gekleideten TeilnehmerInnen los.

Je näher die Löwen-Gruppe dem Bayerischen Wald kam, umso besser wurde das Wetter, sodass man schließlich bei Sonnenschein aus den Autos stieg und in St. Oswald vor dem Waldgeschichtlichen Museum von Karl Rauh in Empfang genommen wurde.

Nach einer etwa einstündigen, sehr informativen Führung durch das Waldgeschichtliche  Museum in St. Oswald, in der die Münchner die geologische und historische Geschichte des Bayerischen Waldes von einst und heute erfahren und erleben durften, ging’s weiter in den Nationalpark in die Waldwirtschaft zum Mittagessen. Nach dem Essen teilten sich die TeilnehmerInnen in zwei Gruppen auf.

Ein Braunbär beim Mittagsschlaf.

Gruppe 1 wurde von einer netten und kompetenten Waldführerin in Empfang genommen und bestieg zunächst den Baumwipfelpfad. Dort erhielten die TeilnehmerInnen viele interessante Informationen über die Bäume, den Wald und den Baumwipfelpfad mit seiner imposanten Holzkonstruktion. Oben angekommen, konnte man den Blick auf die Baumkronen und die Wälder und Berge der Umgebung genießen. Auch der Lusen war zu sehen, den sich die Gruppe 2 zum Ziel ausgesucht hatte. Erstaunt erfuhren wir, dass es im Bayerischen Wald über 100 Berggipfel gibt, die über 1.000 m hoch sind.

Nach einer kleinen Stärkung bei Kaffee und Kuchen machte sich die Gruppe dann auf den Weg ins Wildtiergehege. Dort konnten verschiedene Tiere wie Luchse und Wisente bestaunt werden. Die Wölfe zeigten sich leider nicht. Das Highlight aber war der etwa drei bis vier Zentner schwere Braunbär, der in etwa fünf Meter Höhe ganz entspannt auf einem Ast lag und dort gemütlich den Nachmittag verbrachte. Sogar die Waldführerin meinte, dass er das noch nie gemacht  hat – wahrscheinlich wollte er den 1860-Senioren eine besondere Freude machen….

Waldführer Markus mit der Gruppe 2 auf dem Lusen.

Gruppe 2 wurde von dem Waldführer Markus und seinem Hund Idefix empfangen, der die Gruppe auf wunderschönen Pfaden und mit vielen Informationen rund um den Wald auf den Lusen führte. Auf halber Strecke zum Gipfel zog sich der Himmel dann endgültig zu und es begann erst zu nieseln und dann zu schneien. Trotz aufziehendem Nebel, Schnee und Wind ließ sich die Gruppe die gute Stimmung nicht vermiesen und kam glücklich zum Gruppenfoto am Gipfelkreuz zusammen, bevor sie dann in der Lusen-Schutzhütte im wahrsten Sinne des Wortes „Schutz“ suchte. Bei eingeschürrtem Kachelofen und einem warmen Getränk ließ es sich dann sehr gut aushalten. So fiel der unvermeidliche Aufbruch etwas schwer. Der Abstieg führte nochmals durch die wunderschöne Waldlandschaft. Unten angekommen, waren die beiden Gruppen dann auch fast zeitgleich wieder vereint.

Gemeinsam ging es zum Abendessen nach Neuschönau  in einen Gasthof, in dem Karl Rauh noch eine Überraschung für die Löwinnen und Löwen bereithielt. Er hatte für Unterhaltung gesorgt und den Herrmann organisiert, der den Abend singend und Akkordeon spielend mit schönen Liedern begleitete. Leider war die Sechzger nicht textsicher genug, um mitsingen zu können. Die „Waldlerlieder“ sind eben doch etwas Extravagantes!

Festzustellen ist, dass der Bayerische Wald seine Reize hat. Man kann stundenlang wandern, ohne einem Menschen zu begegnen. Wenn man den tschechischen Teil des Nationalparks „Sumava“ mit einbezieht,  ist es das größte Wandergebiet Europas. Die Gaststätten, die Hotelier, die Menschen: sie sind noch ursprünglich und nicht „überkandidelt“. Man braucht nicht einer Prozession von Wanderern wie in der oberbayerischen Bergregion zu folgen, um einen schönen Wandertag – auch Urlaub – in ursprünglicher Natur zu erleben.

Auf der anschließenden Heimfahrt konnten alle noch als krönenden Abschluss einen sensationellen, nahezu dramatischen Sonnenuntergang mit Regenbogen und allem, was dazu gehört, bestaunen.

Die vielen intensiven Naturerlebnisse haben den TeilnehmerInnen sehr gut gefallen und sie freuen sich schon auf die nächste Unternehmung der Löwensenioren.