RSG-Kadertest und Kadermädels

In einen Kader berufen zu werden, ist fast so bedeutsam, wie einen Verdienstorden verliehen zu bekommen. Eine Auszeichnung für erworbene Verdienste, für beispielhaftes Verhalten oder vorbildliche Leistungen.

Über eine solche Ehrung durften sich wieder einmal junge Rhythmische-Sportgymnastinnen der Abteilung Turn- und Freizeitsport des TSV München von 1860 e.V. freuen. Sophie Trinz (Jahrgang 2004), Amna Memic (Jahrgang 2007) und Emma Lena Pacak (Jahrgang 2009) sind die Glücklichen, die es in den Landeskader geschafft haben. Aber ohne Fleiß gibt es keinen Preis.

Aufmerksam und mit geschultem Auge werden talentierte und leistungsbereite junge Gymnastinnen bei Oberbayerischen und Bayerischen Meisterschaften sowie dem Bayernpokal von der Landestrainerin Adelia Mamedowa beobachtet. Aber auch internationale Wettkämpfe, wie z. B. der Pastorelli Cup, können das Bild positiv beeinflussen. So entsteht ein Gesamteindruck, der dazu führen kann, dass die Landestrainerin zum Kadertest einlädt. Generell darf aber nicht vergessen werden, dass im Vorfeld die Trainerinnen im Heimatverein eine nicht zu unterschätzende Stellung einnehmen. Sie sind es, die die Mädchen mit Hingabe, aber auch der nötigen Strenge und Disziplin vorbereiten und für höhere Aufgaben fit machen.

Im Test dafür mussten verschiedene Stationen durchlaufen werden, bei denen zunächst athletische Fähigkeiten wie Kraft, Beweglichkeit, Schnelligkeit, Koordination und Ausdauer auf dem Programm standen und bewertet wurden. Dann ging es weiter mit Körpertechniken wie z. B. die Beherrschung von Sprüngen, Drehungen und Ständen. Doch damit noch nicht genug, besondere Beachtung galt der Gerätetechnik. Abhängig von der Altersklasse der Gymnastin, musste auch der individuelle Umgang mit den Handgeräten Seil, Reifen, Ball, Keulen und Band gezeigt werden. Unsere Mädels verfügten über ein starkes Nervenkostüm und brachten den starken Willen mit, sich insgesamt erfolgreich zu präsentieren. Herzlichen Glückwunsch.

Was bringt’s? Zunächst persönliche Glücksgefühle der Zufriedenheit und Stolz über das Erreichte. Verbunden damit ist auch die generelle Förderung für die talentierte und erfolgreiche Sportlerin durch den zuständigen Landesverband. Eine finanzielle Unterstützung ist jedoch auf dieser Verbandsebene nicht gegeben. Hier besteht die konkrete Förderung darin, den Talenten aus ganz Bayern regelmäßig weiterführende Trainings im Landesleistungszentrum zu „spendieren“.

RSG-Mädchen, die sich im Landeskader durch besondere Leistungen, Engagement und Feuereifer hervor tun und bewähren, haben gute Chancen und Aussichten, die Startberechtigung für die Leistungsklasse unserer Sportart, der Rhythmischen Sportgymnastik, zu erhalten. Drei dieser talentierten Hoffnungsträgerinnen, deren Namen man sich merken muss, haben wir wieder: Sophie, Amna und Emma Lena.