Kuscheltiere in der Notaufnahme

Jeder hat mal einen Husten oder Schnupfen, fühlt sich unwohl oder ist mal krank. Das gilt natürlich auch für die Begleiter der Kinder: die Kuscheltiere. Doch wer kümmert sich um sie, wenn die Teddy-Mamas und -Papas nicht mehr weiter wissen? Dann hilft das Münchner Teddybärkrankenhaus.

Der Sohn von Robert von Bennigsen, Beirat in der 1860-Geschäftsführungs-GmbH und Verwaltungsratsmitglied im e.V., studiert in Krems/Österreich Medizin. Er war es, der seinen Vater auf dieses ehrenamtliche Projekt aufmerksam machte. Über einen europäischen Verbund von Medizinern kennt er den Initiator des Teddybärkrankenhauses. „Carl hat mir davon erzählt. Ich fand es ein gutes Projekt zur Nachwuchsgewinnung“, so von Bennigsen, der auch Fußball-Abteilungsleiter Roman Beer dafür begeistern konnte.

Neben einer 500-Euro-Spende stellte der e.V. dem Münchner Teddybärkrankenhaus noch viele 1860-Fanartikel zur Verfügung, die bei der Klinik-Sprechstunde für Kuscheltiere in München an die Kinder verschenkt wurden. Diese fand vom 4. bis zum 6. Juni 2018 im Pfarrsaal der Gemeinde Sankt Bonifaz in der Karlstraße 34 statt und wurde von Medizinstudenten der Ludwig-Maximilians-Universität und der Technischen Universität München betreut. In der Teddybärklinik simulierten sie ein Krankenhaus mit Behandlungsräumen und OP-Sälen.

Die Idee dazu stammt ursprünglich aus Schweden. Schnell etablierte sich das Projekt in vielen anderen Ländern und ist mit knapp 35 Standorten in Deutschlands medizinischen Fakultäten angekommen.

Ziel ist es, den Kindern die Angst vor Ärzten und der Krankenhaussituation zu nehmen. Die Teddyärzte sind Freiwillige aus den medizinischen Studiengängen und sorgen während des Aufenthalts für eine komplette Betreuung von Kuscheltier und Kind.

Das Ganze hat einen doppelten Effekt: Zum einen lernen die Kinder, wie es beim Arzt bzw. im Krankenhaus zugeht – aber nicht als Patient mit Schmerzen, sondern als Begleitung ihrer Kuscheltiere. Zum anderen können die Medizinstudenten bei der Behandlung den Dialog mit den Kindern üben. Eine Win-win-Situation für alle Seiten!

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