Papa von Giesing ist jetzt 1860-Mitglied.

Tsang Ho Yin Titus ist glühender Löwen-Fan. Die Liebe des Hongkong-Chinesen geht so weit, dass er und seine Frau Leung Yee Mei die gemeinsame Tochter Giesing genannt haben. Seit kurzem ist Titus auch Mitglied beim TSV 1860 München.

„Natürlich freuen wir uns, dass wir auch in Asien treue Fans haben“, so 1860-Präsident Robert Reisinger, der wie viele andere über die Namensgebung schmunzelte, als er aus den Medien davon erfuhr. Deutschlandweit war das ein Thema. In einem Video präsentiert Titus nun stolz seinen Mitgliedsausweis der Löwen und seine Tochter. „Vielen Danke, Herr Präsident!“, sagt er darin am Ende in Deutsch.

Der 34-Jährige aus dem 9.000 Kilometer entfernten Hongkong ist seit 2011 glühender Sechzger-Fan, verfolgt die Spiele via Internet. Im Februar 2017 hat er seinen Lieblingsklub das erste und einzige Mal live gesehen. Damals gewannen die Löwen in der Allianz Arena mit 2:1 gegen den Karlsruher SC. „Kai Bülow hat mit einem Kopfball in der Nachspielzeit den Siegtreffer erzielt. Das war der Wahnsinn!“, erinnert er sich. „Ich denke, meine Frau ist beim Besuch in München schwanger geworden. Deshalb wollte ich unser Kind Giesing nennen.“

Die Tochter ist tatsächlich nach der Heimat der Löwen benannt. „Das ist nicht ihr Spitzname, das steht so in ihrem Personalausweis!“, lässt Titus wissen. „Jedes Mal, wenn ich auf YouTube etwas über 1860 sehe, stelle ich mir vor, im Grünwalder Stadion zu sein.“

Ein Traum, der in nächster Zeit für den Flughafen-Angestellten nicht in Erfüllung gehen wird. Wegen der kleinen Tochter ist ein Besuch in München derzeit unmöglich. „Meine Frau und ich verbringen unsere ganze Zeit mit Giesing“, sagt er. Aber wenn sie größer ist, will Titus ihr den Münchner Stadtteil unbedingt zeigen. Vom aktuellen Team und Trainer Daniel Bierofka ist der Chinese begeistert. „Biero kann ein Team führen!“, findet er und drückt den Löwen fest die Daumen, damit es mit dem Aufstieg klappt.

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