Löwen-Oldies scheitern erst im Finale am VfB-Monsterkader.

Im dritten Anlauf hat es für das neuformierte Traditionsteam der Löwen – unterstützt von der Bayerischen – mit der Finalrunde geklappt. Beim AL-KO Cup in Neu-Ulm scheiterten die 1860-Oldies um Teammanager und Torwart Michael Hofmann erst im Endspiel am prominent besetzten VfB Stuttgart, nachdem sie die Schwaben in der Gruppenphase noch mit 3:1 bezwungen hatten.

Zum Auftakt des Turniers gab es für die Löwen-Oldies gegen den VfB Stuttgart, in dessen Reihen es von Nationalspielern wie Kevin Kuranyi, Cacau, Guido Buchwald, Thomas Hitzelberger oder Maurizio Gaudino nur so wimmelte, einen 3:1-Sieg. Für die Sechzger trafen Fabian Lamotte, Volkan Yaman und Dennis Polak. Gegen Gastgeber SSV Ulm hätte im zweiten Gruppenspiel ein Unentschieden zum Einzug ins Halbfinale gereicht. Aber die Tormaschine der Sechzger lief beim 6:3-Erfolg gegen die Spatzen auf Hochtouren. Emanuel Krontiris  und Yaman trafen doppelt, Polak und Thomas Riedl sorgten für die weiteren Treffer.

Mit sechs Vorrundenpunkte zogen die Löwen-Oldies als Gruppensieger ins Halbfinale ein. Dort trafen sie auf Eintracht Frankfurt, die in Gruppe A den SC Freiburg ausgeschaltet hatten. Mit einer disziplinierten und sehr konzentrierten Leistung machten die Sechzger kurzen Prozess, gewannen souverän mit 6:0. Hofmann hielt alles, was den Weg auf seinen Kasten fand. Lamotte, Krontiris, Yaman, Riedl, Marcus Pürk und Michel Dinzey erzielten die Tore.

Im  Finale trafen die Löwen erneut auf den „Monsterkader“ (Hofmann) des VfB  Stuttgart, der sich im anderen Halbfinale mit 6:3 gegen den Karlsruher SC durchgesetzt hatte. Beide  Teams schenkten sich in dieser Partie nichts. Nach den ersten zwölf Minuten stand auf beiden Seiten noch die Null. Im zweiten Durchgang brachte Volkan Yaman dann mit einem Hammerschuss die Sechzger sogar in Führung. Der dreifache türkische Nationalspieler spielte in seiner Jugend für den Löwen-Nachwuchs wechselte dann an den Bosporus, gewann mit Galatasaray 2008 die türkische Meisterschaft und den Supercup. In der Folge drehten jedoch die Schwaben den Spieß. Roberto Pinto, Kuranyi und Silvio Meißner überwanden Hofmann zum 3:1-Endstand.

Unterm Strich betrieben die Löwen-Oldies durch ihren sehr homogenen und spielstarken Auftritt Werbung für den TSV 1860 München, obwohl Teammanager Hofmann auf einige Stützen aus den vorherigen Turnieren verzichten musste (u.a. Benny Lauth, Icke Hässler oder Torben Hoffmann). Neben dem 2. Platz bei dem von SPORT1 live übertragenen Turnier konnte Yaman sich mit seinen fünf Treffern über den Titel des Torschützenkönigs freuen, den er sich aber mit Kuranyi teilen musste. Hofmann selbst, der zwischenzeitlich fast 40 Minuten ohne Gegentor geblieben war, wurde als bester Keeper ausgezeichnet.

Nicht nur sportlich war es eine tolle Veranstaltung, fand Hofmann, der sich für die Unterstützung durch die Bayerische, durch  Geldhauser (Bustransfer) und Xenofit bedankte. Besonders freute er sich, dass Vizepräsident Hans Sitzberger das Team erneut begleitete, sich Wolfi Fendt als Zeugwart zur Verfügung stellte, Georg Ostermaier den Bus lenkte und Victor Garasevic tatkräftig bei der Organisation mithalf. „Es hat richtig Spaß gemacht. Schade, dass wir nicht gewonnen haben, aber das Wichtigste ist, dass alle gesund geblieben sind“, so der 45-jährige Hofmann.

Kader und Tore 1860 Oldies: Michael Hofmann, Necat Aigün, Dennis Polak (2), Fabian Lamotte (2), Marcus Pürk (1), Michel Dinzey (1), Thomas Riedl (2), Emmanuel Krontiris (3), Volkan Yaman (5).

Traditionsteam beim AL-KO Cup in Neu-Ulm (25.02.2018)