ÄRGERLICHER KAMPFRICHTER

Wie für die Fußballer, so ging es auch für die Ringer am Samstag, 11. November 2017,  nach Burghausen. Das Kräftemessen gegen den SV Wacker auf der Matte fand im Anschluss an Fußballspiel statt – mit einem ähnlichen Ausgang aus Löwen-Sicht.

Auf der Waage, wie auch schon im Hinkampf, war klar, dass hier nicht viel zu holen ist. Da die Burghausener wieder eine sehr erfahrene und teilweise mit Bundesligaringern gespickte Mannschaft antreten ließen. Trotz alledem wollten es die Ringer um die Trainer Norbert Göstl und Josef Werner ein ums andere Mal gegen die Reserve des Tabellenführers der Bundesliga Süd-Ost wissen und nicht kampflos die Punkte hergeben. Durch die verletzungsbedingten Ausfälle war man jedoch gezwungen, die Mannschaft umzustellen, so dass einige Athleten um eine Gewichtsklasse aufrücken mussten.

Im griechisch-römischen Stil bis 57 kg stellten die Münchner keinen Ringer, im freien Stil trat Popal Amiri auf der Matte gegen Markus Zehetmaier an und musste sich nach hartem hin und her musste unglücklich auf Schulter geschlagen geben. Das verwunderte nicht nur die Trainer, sondern auch die Zuschauer, da Popal nicht wirklich auf der Schulter lag.

Bis 61 kg bestritt Aliahmad Alizade die beiden Kämpfe für die Löwen. Hier konnte Burghausen keinen Mann stellen, so gingen die Punkte an die Münchner.

In der 66 kg Klasse trat Lukas Kipreos gegen Ansor Dakiev wieder mit Übergewicht an. Deswegen gingen die Punkte an den Gegner.

Sohail Thoki und Leonidas Tzampisvili starteten beide bis 75 kg. Sohail hatte sehr gute Aktionen gegen Masoud Afzal und hätte den einen oder anderen Punkt verdient. Leider sahen das die Kampfrichter des Öfteren nicht so und er verlor mit  technischer Unterlegenheit. Beim Kampf Leonidas gegen Halit Yilmaz wurde aus Sicht der 1860-Verantwortlichen der Löwen-Ringer ganz klar benachteiligt. Leonidas konnte mit sehr starken Aktionen seinen Gegner ein ums andere Mal zu Fehlern zwingen. Kurz vor der Pause hatte er sein Gegenüber soweit, hielt ihn knapp 20 Sekunden lang auf Tusch (Schultern). Der Kampfrichter jedoch sah es anders und Leonidas verlor am Ende seinen Kampf nach Punkten.

Bis 86 kg bestritten Patrick Groß und Josef Werner ihre Kämpfe gegen Johann Eitel. Patrick musste sich technisch unterlegen und Josef auf Schulter geschlagen geben. Beiden gebührt trotz der Niederlagen ein Lob, da sie normalerweise bis 75 kg an den Start gehen.

In der 98 kg Klasse war es das Gleiche. Hier mussten Oliver Korthöwer und Mihai Oprea eine Gewichtsklasse aufrücken. Beide Ringer unterlagen gegen Anton Losowik technisch.

Sebastian Stallinger ging in beide Stilarten für die Löwen bis 130 kg gegen Leon Kahric auf die Matte und entschied beide Kämpfe für sich nach Punkten.

Am Ende blieb die Erkenntnis: Gegen die starke Mannschaft von Burghausen hätte man auch unter anderen Umständen sicher nicht gewonnen, aber der eine oder andere Punkt mehr auf der Haben-Seite wäre drin gewesen. Das hätte sich in der Abschlusstabelle positiv ausgewirkt. Aus Löwensicht muss man leider sagen, dass bei beiden Mannschaftskämpfen der Kampfrichter maßgeblich an den Ergebnissen beteiligt war. Zum einen durch seine gravierenden Fehler, zum anderen durch seine eigene Darstellung bzw. Interpretation des Regelwerks. So stand am Ende eine zu deutliche 11:37-Niederlage der Löwen gegen Wacker Burghausen.

Einen ganz besonderen Dank möchten die 1860-Ringer einigen Fans der Münchner Löwen aussprechen, die bei den am Samstag herrschenden Wetterverhältnissen nach dem Fußballspiel in Burghausen ausgeharrt hatten, um die Ringer später bei Ihren Kämpfen in der Sportparkhalle lautstark zu unterstützen.

Am kommenden Samstag, 18. November 2017, geht es im Heimkampf  in der Auenstraße 19 gegen Regensburg um den 2. Platz. Hier würden sich die Ringer wieder über zahlreiche Zuschauer freuen. Ab 18 Uhr finden die Vorkämpfe der Schüler gegen Isaria Unterföhring und Au Hallertau statt. Im Anschluss 19:20 Uhr beginnt dann der Hauptkampf gegen Regensburg.