Löwin gewinnt Gold in Rio.

Löwin Birgit Kober hat bei den Paralympics in Rio de Janeiro in überlegener Manier Gold im Kugelstoßen gewonnen. Die 45-Jährige setzte in ihrer Konkurrenz mit 11,41 m durch.

Birgit Kober, die seit Jahren durch eine ärztlichen Fehlbehandlung an einer Attaxie leidet und im Alltag an den Rollstuhl gebunden ist, arbeitet zukünftig als Gallionsfigur in der neuen Handicap-Abteilung des TSV München von 1860 und wurde den Mitgliedern bereits bei der letzten Mitgliederversammlung vorgestellt.

Im sechsten und letzten Versuch kam Birgit Kober auf eine Weite von 11,41 m und lag damit nur knapp hinter ihrem eigenen Weltrekord von 11,52 m. Jeder von Kobers sechs Versuchen in Rio hätte an diesem Tag zur Goldmedaille gereicht.

Für die Münchnerin, die im Vorfeld mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte, war es das insgesamt dritte Gold. Sie hatte in London 2012 im Kugelstoßen und im Speerwurf gewonnen. „Ich hätte es mir nicht besser vorstellen können. Ich war an den letzten Tagen viel krank in Rio, insofern ist es ideal gelaufen heute. Und das alles im Stehen – einfach toll“, sagte eine glückliche Birgit Kober im ARD-Interview. In London hatte die halbseitig gelähmte Kober noch im Sitzen gestoßen, diesmal trat sie stehend an. „Ich habe jetzt nur Goldmedaillen in meiner sportlichen Karriere, noch nicht mal Silber.“

Die Löwen werden Birgit Kober am Donnerstag bei ihrer Rückkehr aus Brasilien am Flughafen empfangen. Für die Zukunft wünschen sie ihrem Mitglied alles Gute und viel Erfolg mit der neuen Aufgabe im Verein.